CONSUST PPWER Konformitätserklärung

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PPWR-Konformitätserklärung: Pflichtinhalte, Fristen und Vorlage im Überblick

Durch die PPWR-Verordnung sind alle Unternehmen zur PPWR-Konformitätserklärung verpflichtet, die gemäß der PPWR-Definition als Erzeuger gelten. Sie ist der rechtsverbindliche Nachweis, dass eine Verpackung alle Vorgaben der Verordnung erfüllt, von der Recyclingfähigkeit über die Zusammensetzung bis zur Schadstofffreiheit. Vergleichbar mit der CE-Kennzeichnung für Produkte sorgt sie für Transparenz entlang der Lieferkette. Fehlt sie, ist ein Inverkehrbringen in der EU nicht mehr erlaubt.

Wer ist verantwortlich und was bedeutet das für Unternehmen?

Verantwortlich ist der Erzeuger der Verpackung. Wer eine Verpackung unter eigenem Namen in Verkehr bringt, muss sicherstellen, dass die Erklärung vorliegt und richtig ist.

  • Datenhoheit: Alle relevanten Informationen rund um die Verpackung müssen verfügbar sein.
  • Aktualität: Änderungen am Produkt oder an den Vorgaben bedeuten, dass die Erklärung angepasst werden muss.
  • Verfügbarkeit: Behörden können die Erklärung jederzeit anfordern, sie muss schnell verfügbar sein.

Diese Pflicht gilt ohne Übergangsfrist ab dem 12. August 2026, in wenigen Tagen. Nicht sicher, ob Ihr Unternehmen als Erzeuger, Importeur oder Vertreiber gilt? Der PPWR-Rollencheck bestimmt Ihre Rolle in wenigen Minuten.

Welche Inhalte sind in der PPWR-Konformitätserklärung vorgeschrieben?

Die PPWR legt kein einheitliches Format fest, sondern definiert welche Inhalte die Konformitätserklärung haben muss:

  • Identifikation der Verpackung, zum Beispiel Seriennummer oder Chargennummer
  • Angaben zum Hersteller: Name, Sitz, gegebenenfalls Bevollmächtigter
  • Die Erklärung, dass der Erzeuger allein für die Einhaltung aller Vorgaben verantwortlich ist
  • Nachweis zur Einhaltung der Vorgaben: Recyclingfähigkeit, Schadstofffreiheit, Rezyklatanteile
  • Verwendete Normen und Prüfverfahren
  • Datum, Ort, Unterschrift

Die Erklärung muss in der Amtssprache des Landes vorliegen, in dem die Verpackung in Verkehr gebracht wird. Unternehmen sollten ein digitales Archivsystem aufbauen, um Dokumente revisionssicher aufzubewahren und schnell abrufen zu können.

PPWR-Konformitätserklärung: Muster und Vorlage

Eine reine Formularvorlage greift bei der Konformitätserklärung zu kurz. Jede Verpackung hat andere Komponenten, Materialien und Nachweise, entsprechend unterscheiden sich die Inhalte von Fall zu Fall. Hilfreicher als ein leeres Formular ist ein ausgefülltes Beispiel, an dem Sie sehen, wie die einzelnen Pflichtangaben in der Praxis aussehen: von der eindeutigen Verpackungskennung über die Erzeugerdetails bis zur elektronischen Signatur.

Laden Sie ein ausgefülltes Beispiel einer PPWR-Konformitätserklärung herunter und sehen Sie, wie alle Pflichtangaben in der Praxis aussehen.

Wer die Erstellung nicht manuell in Word oder Excel vornehmen möchte, kann die Konformitätserklärung auch automatisiert aus den hinterlegten Verpackungsdaten generieren lassen, siehe PPWR-Software.

Wie gelingt die praktische Umsetzung?

Das Erarbeiten der Konformitätserklärung ist kein einmaliger Schritt, sondern Teil eines fortlaufenden Prozesses:

  • Verpackungen analysieren:  Entsprechen sie den Materialvorgaben? Enthalten sie verbotene Stoffe wie PFAS? Perspektivis: Sind sie recyclingfähig?
  • Datenmanagement etablieren: Alle relevanten Informationen an einem einheitlichen Ort erfassen und hinterlegen.
  • PPWR-Software nutzen: Automatisierte Systeme unterstützen beim Erstellen und Verwalten der Erklärungen.
  • Mit bestehenden Prozessen verzahnen: Compliance- und Qualitätsmanagement-Systeme sollten die PPWR-Vorgaben abbilden.

Wer früh handelt, minimiert Risiken und vermeidet Lieferengpässe nach Inkrafttreten der Verordnung.

Vom einzelnen Dokument zum belastbaren Prozess

Die Konformitätserklärung ist nur so gut wie die Arbeit, die davor steht. Unser Praxisleitfaden zeigt, wie Sie vom Verpackungsportfolio über die Rollenklärung und Pflichtenableitung zur technischen Dokumentation kommen, aus der sich die DoC automatisch erzeugen lässt. Sieben Prozessschritte, praxiserprobt an Projekten mit 200 bis 2.000 Verpackungen.

Warum ist die PPWR-Konformitätserklärung mehr als eine Pflicht?

Die PPWR-Konformitätserklärung ist kein reines bürokratisches Muss, sondern ein strategisches Mittel zur Transparenz. Sie schafft Vertrauen bei Handelspartnern und belegt gegenüber Endverbrauchern die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens. Wer die Anforderungen proaktiv erfüllt, positioniert sich als Vorreiter im Bereich Kreislaufwirtschaft und öffnet sich Türen zu Märkten mit strengen Nachhaltigkeitskriterien. Wie Sie diese Anforderungen mit strukturierter Beratung angehen, zeigt unsere PPWR-Beratung.

Welche Risiken drohen bei Nichtbeachtung?

Unternehmen, die die PPWR-Konformitätserklärung nicht rechtzeitig umsetzen, laufen Gefahr:

  • Geldbußen und weitere Sanktionen: Nationale Behörden können empfindliche Strafen verhängen.
  • Verlust des Marktzugangs: Ohne gültige Erklärung darf in der EU nicht verkauft werden.
  • Imageverlust: Verfehlungen in Sachen Nachhaltigkeit schaden dem Markenimage.

Die PPWR ist kein Nice-to-have, sondern eine Pflicht. Wer die Anforderungen ignoriert, verliert nicht nur Compliance, sondern auch Wettbewerbsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen zur PPWR-Konformitätserklärung

Erfahren Sie mehr in unserem PPWR-Webinar

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